ich liebe Alliterationen
Ich schreibe vom Frühstückstisch. Der Kaffee läuft durch die Maschine, der Grapefruitsaft kommt frisch aus dem Kühlschrank.
Seit ein paar Stunden ist Tom Odells neuer Song draussen:
„It hurts right now, but it won’t forever.“
Ich, als notorisch kritische Theaterkritikerin bekannt, reisse Kulissen ein und übe mich darin, zu akzeptieren, was man dahinter findet.
Hinter der Nervosität im Restaurant stecken Stunden des Manierenlernens und die Erwartung von Perfektion in allen öffentlichen Räumen.
Hinter dem Wählerischsein beim Essen stecken Jahre der Unsicherheit, was als Nächstes passiert, und der Wunsch, sich an etwas immer Gleichem festhalten zu können.
Hinter Unruhe im ÖV steckt der Grundgedanke: „Ich werde beobachtet und für Fehler bestraft.“
Hinter Panikattacken, Flashbacks und hinter „Du kannst so gut den Raum lesen“ steckt die Sorge, zu verpassen, wann die Stimmung kippt und ich in Gefahr bin.
Hinter Verlassenheitsängsten das so tief verankerte „Du kannst niemandem vertrauen“ und das Erleben davon, dass jeder jederzeit einfach so verschwinden kann.
Das Schöne daran ist: Mit mir selbst ist nichts falsch. Ich bin gut und ganz. Und dafür, dass ich in solch einer Umgebung gross geworden bin, kann ich nichts. Das tut gut – ich erkenne es gerade zum ersten Mal.
Es fällt ganz leicht, zu sagen: „Kein Kind ist jemals veratnworlich dafür, dass es seinen/ihren Eltern gut geht. Das ist zutiefst falsch.“ Aber sich selbst zu glauben: „Ich schulde niemandem etwas“ – das fällt erstaunlich schwer.
Oooh, und ich habe Ferien gebucht, meinen letzten Schultag gehabt, gefeiert und noch viel zu wenig die Nase in die Bücher für die Abschlussprüfung gesteckt.
Aber Tom Odell sagt auch:
„We’re gonna get through it together
You’re doing your best, and what more can you do?“
(sorry mega cheesy Beitrag aber dafür hab ich den Blog ja nichtwahr? LG ihr Lieben)

hi, schreib doch gerne hier einen kommentar <3