Panisch packen.
Für 13 Nächte mindestens 20 Socken, was, wenn welche nass werden?
Für 13 Nächten mindestens 25 Oberteile, was, wenn ich kleckere?
Für 13 Nächte mindestens eine ganze Apotheke, was, wenn etwas passiert?
Ich will mich wie zuhause fühlen, die Sicherheit einpacken und im Koffer mittragen, auf nichts verzichten, schon gar nichts vermissen, auf keine Fall etwas vergessen haben.
Jemand sagt „Niemand ist besser vorbereitet als jemand mit einer Angststörung“ und lacht und grinst und meint, die Dinge mit Humor zu nehmen.
Ich fühle mich missverstanden, habe keine Angststörung, möchte nicht mitlachen gerade.
Denke dann darüber nach was denn, bis auf die Ursache, der Unterschied ist ob ich nun eine komplexe posttraumatische Belastungsstörung habe oder eine Angststörung, wären die Symptome die ich gerade jetzt erlebe nicht vielleicht die gleichen?
Ich entscheide mich, nicht mehr zu bohren und zu analysieren und atme auf, als ich mich selbst wieder unter dem Mikroskop hervorziehe.
Ich zieh mich vom Objektträger ab, drehe die Objektive zurück.
Dann übernimmt wieder die Pack-Panik und ich zähle Pullover und analysiere 4 verschiedene Wetterberichte. Sturmwarnung.
Na dann los.
Morgens um 05:30 dann „neues Ziel“ auf dem Navi tippen, innen jetzt blas orange vor Vorfreude, und wir rollen.
Ich lese Thomas Melle, „Die Welt im Rücken“. Er schreibt „Ich habe mir dieses Lebensthema nicht ausgesucht“ und ich nicke heftig.
Danke Thomas, das stimmt. Grosse Buchempfehlung by the way.
Man spürts noch ein paar Tage später im Bauch irgendwo. Magengegend.
Jetzt bin ich zwischen da wo ich sein will und da wo ich herkomme und bleibe eine Nacht.

hi, schreib doch gerne hier einen kommentar <3