Wunschkind



literatur und trauma
skizzen einer k-ptbs

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Ich bin keine Fachperson, sonder hoffe hier einen kleinen Echoraum für Erlebtes, Geschriebenes und Gedanken zu Gelesenem zu schaffen.

keine KI, keine Kopien nur Kopf. Yours, Yarrow.

eierlegende wollmilchsau und der november


Wenn gar nichts mehr geht, geht meistens noch ein Kamillentee und ein Schüsselchen mit zwei oder drei halben Dosenpfirsichen.
Der November setzt mir übel zu.
Der Oktober eigentlich auch schon, aber der kam etwas sanfter, schlug mir nicht direkt ins Gesicht, er schubste mich nur.
Jetzt bleibt einem nichts anderes mehr übrig. Man kann alles geben und strampeln aber vielleicht gewinnt der November trotzdem.
Am besten lässt man ihn dann, denkt wie gelernt „das ist jetzt auch nur ein Gefühl, das ist jetzt alles auch nur ein Gefühl, darf sein“, plant Abende mit Freund*innen, kocht scharfes Curry und hält sich davon zurück Adele zu hören.

Und vielleicht hilft es dann auch, alles einmal herauszuziehen und auf dem Tisch auszubreiten und ein wenig zu weinen über all die verschiedenen Dinge die gleichzeitig wehtun können.
Man könnte sie in einer Excel Tabelle ordnen, nach Farben oder Formen sortieren, sie an verschiedene Orte im Zimmer verteilen und immer zu die Ecke wechseln und jeweils etwas anderes zu betrauern.
Wenn man das nur lange genug macht, dann findet man vielleicht Wut. Die kann man dann in die Therapie mitnehmen, dort ist sie sehr willkommen.

Versprechen kann ich da aber nichts, ich Wechsel gerade noch vom ovalen gelben schambesetzten Osten in den dreieckigen grünen enttäuschten Norden. Melde mich, wenn das grosse W gefunden wurde.

Oder man verliebt sich einfach neu. Das kann auch helfen, hab ich gehört.
Es soll dann aber auch nicht zuuuu sehr helfen, man ist ja schliesslich zwei separate Personen. 1+1=11, wir gemeinsam, nicht wir als Eines oder so.
Vielleicht versucht man dann, die sich erst in Beziehung zeigenden, „attachment wounds“ zu heilen und ja Nichts zu vermeiden und sich völlig bewusst allen Verlassenheitsängsten, alten Muster und sonstigen Dämonen zu stellen, all das während dem man natürlich völlig offen mit traumatischen Beziehungserfahrungen in der Kindheit umgeht und diese gleich durch positive Erlebnisse Stück für Stück übeschreibt. Wichtig ist es dabei weder die eigene Intressen noch die Kommunikation in Ich-Botschafen aus den Augen zu verlieren.
Man jongliert also als eierlegende Wollmilchsau auf einem Drahtseil und spuckt Feuer und könnte sich eigentlich, einfach nichts vorstellen was man lieber tun würde.

Hier ein grosses Zwinkern lesen, es ist natürlich ein fieser Sarkasmus, welcher der Tristheit des Tages entspringt. Keine Sorge ich verbittere nicht, ich bleib locker, löse den Kiefer und atme tief durch. Wer 19 Winter kann, kann auch 20.

Jetzt erstmal 25 von Adele an und Wäsche aufhängen. Weiter weiter, du kriegst mich nicht Winter. Wir spielen hide and seek und ich bin richtig gut. (drei mal auf Holz klopfen)

hi, schreib doch gerne hier einen kommentar <3