Erstmal die Fische füttern. Frohes neues Jahr Rainer, Maria und Rilke. Dreht euch im Kreis, klatscht in die Flossen. Ein mal um die Vallisneria Spiralis und dann eine (F)(T)ischbombe zünden.
Es geht immer und immer und immer weiter.
Auch dem Hund ein neues Jahr wünschen, guuute Maus, guuute Maus, den Freund*innen schreiben, Gumo, es wird das Jahr des Feuer-Pferdes.
Ich schalte Herbert Grönemeyer an und schwing ein wenig die Schultern in der Küche, Haare hochgesteckt, lass mich mal schauen, was man 2026 so frühstückt.
Was ein Jahr, was ein Jahr das war. Und was für eine Weihnachtszeit gerade in den Rippen sitzt. Gerade ists richtig schwer. War oft allein an den Festtagen, Familienfest der Liebe im Moor verbracht allein mit der vierpfötigen Tanzfee.
Ich darf eine Liste schreiben ja?
Gutes in 2025
– „viel“ gereist, dachte das kann ich überhaupt nicht
– Freundschaften viel Zeit und Liebe gegeben und bekommen
– ersten Abschluss (gut) gemacht
– HUND ist geboren und in aller ihrer Vollkommenheit eingezogen
– besonders viele Bücher gelesen, weiter so. weiter so.
– das erste Mal laut all das Trauma ausgesprochen, Tabus gebrochen
– jeden Tag gekocht, frisch gesund und fein gegessen
– im Meer geschwommen !!
– ganz viel Veränderung einfach so mitgemacht
– besonders gegen Schluss auch einfach mal eine Grenze gesetzt
– weniger „doom-scrolling“ als das Jahr zuvor (immer noch diabolisch viel)
– auf Ende des Jahres endlich wirklich komplett vegan geworden
– war politisch engagiert, Sitzungen gehabt, demonstriert, mich gebildet
– mich wie blöd verliebt
– war auf zwei live Konzerten
– fast jeden Tag ein kurzes Gedicht oder zumindest eine Zeile geschrieben
Es war trotzdem ein knackiges und schwieriges Jahr, ich hatte nicht erwartet wie sehr die Vergangenheit das Jahr betreffen und färben würde. Hatte mehr das Gefühl emotional konstant irgendwo zwischen 2014 und 2020 zu leben. Viele Tage einfach so „verbracht“ anstatt sie zu füllen und war oft so abwesend und kühl und in meinen Gedanken, dass ein halber Sommer und ein ganzer Herbst einfach nur an mir vorbei gerauscht sind.
Aus Albträumen aufgeschreckt, Kamillentee Rituale praktizierend, schüttelfrostartig zitternd, post-weinen Schluckauf aushaltend kam trotzdem meist der nächste Tag.
Jetzt hab ich ein bisschen vergessen wer ich eigentlich bin und sein will und was ich mir wünsche. Liebes neues Jahr bitte zeigs mir, oder gib mir den Mut ein wenig zu probieren. Liebes altes Jahr, Merci, nett wars.
Liebe Angst, ich umarme dich, wir habens geschafft.
Das Jahr des Feuerpferdes wird by the way am 17. Februar erst beginnen.
Es steht für unbändige Bewegung und radikale Ehrlichkeit. Es soll Tempo, Mut und den Drang, alte Fesseln zu sprengen bringen. Entscheidungen fallen leicht.
Es ist ein Jahr des Aufbruchs. Horsepower. Wahrheiten wollen gelebt werden. Wer zögert, spürt Wind der Veränderung im Rücken! Ill take it.
Ich hab mir einen Pferde Kalender gekauft und aufgehängt. (natürlich nicht weil meine Cowboy Freundin mich von einer Ranch mit grosser Massivholzküche mit tiefem tiefem Waschbecken aus Emaille träumen lässt. 2026 heiraten und auswandern???…)

hi, schreib doch gerne hier einen kommentar <3